Freier Eintritt in den Schlosspark Pillnitz

27 Jan

Ab April 2012 soll nach Jahrhunderten des freien Zugangs zum Pillnitzer Schlosspark nach dem Willen der sächsischen Staatsregierung, verantwortlich getragen von Prof. Dr. Georg Unland, Staatsminister der Finanzen, und unterstützt von der sächsischen CDU und FDP ein neues Kapitel aufgeschlagen werden.

Ein Kapitel,

– das mit dem Abkassieren der Bürger, die für die Erhaltung und Pflege der Anlagen schon ihre Steuern entrichtet haben,

– das mit der Sperrung der meisten der Zugänge zum Park,

– das mit der damit bewusst betriebenen Ausgrenzung des zentral gelegenen Schlossparks aus dem Siedlungsraum Pillnitz,

– das mit der Überführung dieses Bereiches aus dem Staatsbetrieb »Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen« in eine GmbH,

– und das mit der Überführung der Arbeitsverhältnisse der Beschäftigten auf der Basis neuer Tarife

verbunden ist.

Schreiben Sie hier Ihren Kommentar zu den geplanten Maßnahmen!

 

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3 Antworten to “Freier Eintritt in den Schlosspark Pillnitz”

  1. H. Lindner 4. Februar 2012 um 12:03 #

    Der für die untergegangene Sächs. Landesbank gebildete Rettungsfond enthält derzeit angesparte rund 1 Mrd. (!) EUR.
    In Pillnitz geht es um ein Defizit von 0,5 Mill. EUR.
    Was passiert mit den Zinsen dieses Fonds, die bei einer Verzinsung von 2% p.a. bei 20 Mill. EUR liegen dürften?
    Der Geldsegen an Steuermehreinnahmen des Freistaates in Höhe von 1,52 Mrd EUR sollte an dieser Stelle ebenfalls zitiert werden.
    Es fehlt also nicht an Geld, wie es den Bürgern weisgemacht werden soll, denn der Eintritt ist durch die gezahlten Steuern der sächsischen Bürger schon längst entrichtet, sondern es fehlt der Landesregierung, unterstützt durch CDU und der Wende-FDP an politischem Willen, eine kulturhistorische Tradition, die über Jahrhunderte Bestand hatte, zu bewahren.
    Sachsen stellt sich ein weiteres kulturpolitisches Armutszeugnis aus, wenn es die fehlenden 0,5 Mio. nicht bereit stellen will, angesichts dessen, dass es in der Zeit der sächsischen Könige, in der Weimarer Republik, in der Nazidiktatur und während der DDR-Zeit gelungen ist, den freien Eintritt als Errungenschaft zu bewahren und diesen an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben.
    In der DDR-Zeit hat allein die Stadt Dresden die Ausgaben gestemmt und jetzt soll es dem Land Sachsen nicht möglich sein, dies zu tun?

    http://www.lindner-dresden.de/fpp

  2. H. Lindner 4. Februar 2012 um 15:50 #

    Zu
    Artikel 10 der sächsischen Verfassung
    (1) Der Schutz der Umwelt als Lebensgrundlage ist, auch in Verantwortung für kommende Generationen, Pflicht des Landes und Verpflichtung aller im Land. Das Land hat insbesondere den Boden, die Luft und das Wasser, Tiere und Pflanzen sowie die Landschaft als Ganzes einschließlich ihrer gewachsenen Siedlungsräume zu schützen.

    Der Park Pillnitz befindet sich im Zentrum eines Siedlungsraumes.

    s. Satellitenbild Pillnitz:

    http://maps.google.de/maps?hl=de&ie=UTF8&t=f&vpsrc=6&ll=51.01011,13.869209&spn=0.017173,0.030556&z=15&ecpose=50.99950694,13.86920929,1431.54,0,44.988,0

    An der Westseite des Parks befinden sich die Elbfähre Pillnitz-Kleinzschachwitz, Bushaltestelle, Einkaufsmarkt Penny, Fleischerei, Getränkemarkt, Blumenmarkt.

    In nordöstlicher Richtung finden sich eine Grund-/Mittelschule, Biomarkt, Friseur, Bäcker, Parkcafé,

    in nördlicher Richtung Gaststätte, Sparkasse, Apotheke, 2 Ärzte, Café-Bar,

    in nordöstlicher Richtung die Fakultät Landbau/Landespflege der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, das Julius Kühn-Institut (JKI)
    Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen mit dem Institut für Züchtungsforschung an gartenbaulichen Kulturen und Obst,

    in östlicher Richtung das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, die Fachschule für Agrartechnik und die Fachschule für Gartenbau, Gaststätte, Dampferanlegestelle, Bäckerei & Café, Bushaltestelle.

    Alle Objekte sind eingebettet in Wohngebiete.

    Man kann im wahrsten Sinne des Wortes sagen, dass der Schlosspark Pillnitz sich inmitten eines Siedlungsraumes befindet.

    Gut 10 bestehende und offene Zugänge (in beide Richtungen) sorgen für Durchlässigkeit und Transparenz.

    Die Planung ab April sieht lediglich nur noch 3-4 Zugänge (davon nur 2 in beide Richtungen) vor.

    Man sieht, dass sich hier ein verfassungsrechtliches Problem mit dem Vorhaben des sächsischen Finanzministeriums abzeichnet.

  3. Hans-Jürgen Marburg 23. April 2012 um 07:36 #

    Es kann nur folgende Lösungen geben:
    Der Zwangs-Eintritt muß weg!
    Herrn Striefler abberufen und in den vorzeitigen Ruhestand versetzen.
    Herr Umland weist an, die Erhebung des Zwangs-Eintritts mit sofortiger Wirkung zu stoppen.
    Herr Tillich entschuldigt sich im Namen der Landesregierung für diesen ungeheuerlichen Akt der Mißachtung des Volkswillens.
    Dann und nur dann könnte man über einen Gnadensgeste gegenüber diesen heutigen, von der Wirklichkeit weit entfernten Volksvertretern ( …die Partei die Partei die hat immer Recht … ) sprechen.

    Wenn alle bzw. viele am gleichen Strang ziehen wird es gelingen.
    In diesem Sinne, nicht aufgeben, dranbleiben !

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